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Die Gründerjahre des Tiergartens in Odenkirchen
Marianne Strunk-Hilgers informierte in einem Studiovortrag im Burgturm am 28.04.2004
über Entstehung und Entwicklung des Tiergartens Odenkirchen

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Am 17. Mai 1956 gründeten Odenkirchener Tier- und Naturfreunde um Willy Hahn den "Verein zur Pflege und Förderung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt e.V". und wählten Dr. Emil Moesgen zum 1. Vorsitzenden. Theo Breuer wurde 2. Vorsitzender, Willy Hahn Geschäftsführer und Heinz Kohnen Schriftführer. Wesentliches Vereinsziel war die Einrichtung eines botanisch-zoologischen Gartens. Die erste Idee, den Tiergarten im Landschaftsschutzgebiet in der Nähe der Güdderather Mühle anzulegen, ließ sich nicht verwirklichen, aber nach langwierigen Verhandlungen mit der Stadt Rheydt wurde das Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei Odenkirchen "Am Pixbusch" zur Verfügung gestellt. Mit finanzieller und tatkräftiger Unterstützung der Bevölkerung gelang es, nach 18 Monaten harter Arbeit aus dem verwahrlosten Gelände einen Tiergarten zu schaffen, der am 3. August 1957 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eröffnet wurde. Wie sehr der Tiergarten von den Besuchern angenommen wurde, machte Marianne Strunk-Hilgers an einigen Dias und Veröffentlichungen der örtlichen Presse deutlich. Um das Interesse am Tiergarten zu erhalten, wurden die Schulen angeschrieben, die Anlage für ihren Unterricht zu nutzen. Der Fuchs, den Wilhelm Strunk für den Tiergarten stilisiert hatte, wurde zu einem einprägsamen Markenzeichen. Bestimmend für den weiteren Ausbau war das Prinzip: "Lieber ein guter Tiergarten als ein schlechter Zoo". So sollten vorwiegend heimische Tiere aufgenommen werden, aber schon bald kamen wertvolle Exoten aus dem Kölner Zoo hinzu, und im Januar 1959 folgte ein Paar sibirische Wölfe, die sich aber in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar 1960 aus ihrem Gehege befreien konnte. Der Wolf Iwan wurde schließlich von der Polizei erschossen, und sein ausgestopfter Kopf hängt noch heute in der Biologiesammlung des Gymnasium Odenkirchen, wie Jochen Schmidt den Anwesenden erzählen konnte. Im Frühjahr 1974 konnte der Öffentlichkeit eine moderne Freianlage für Eis- und Braunbären vorgestellt werden. Nach dem Tod von Dr. Moesgen wurde 1962 der Fabrikant Heinz Driescher zum 1. Vorsitzenden gewählt, dem 1980 Franz Stevens, Direktor der damaligen Rheydter Kabelwerke, folgte. Der Tiergarten hat seit seinem Entstehen immer einen sachkundigen und engagierten Vorstand gehabt, der sich ständig um eine Erweiterung des Angebots an die Besucher bemüht hat. So wurden 1961 Ponyreitstunden für Kinder für eine Gebühr von 0,50 DM eingeführt. Marianne Strunk Hilgers beendete ihre Ausführungen mit einem kurzen Rückblick auf die Namensgebung über "Tiergarten Odenkirchen", Tiergarten Rheydt" bis zu "Tiergarten Mönchengladbach im Stadtteil Odenkirchen" der seit der kommunalen Neugliederung im Jahre 1975 gilt. Der Abend im Burgturm klang aus mit einer Folge von herrlichen Farbdias, die Andreas Dauben im Laufe der Jahre im Tierpark gemacht hat.
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Werbeschrift aus den Gründerjahren mit dem von Wilhelm Strunk entworfenen Signet |
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