Veranstaltungen

 

"Ortstermin" des Heimatvereins

am 20.05.2004

 An Christi Himmelfahrt Führung durch die ev. Kirche in Wickrathberg

 

Wie in jedem Jahr bietet der Heimatverein Odenkirchen an Christi Himmelfahrt einen "Ortstermin" an, bei dem eine Sehenswürdigkeit oder ein historisches Objekt in Odenkirchen oder Umgebung besichtigt wird. Diesmal findet eine Führung durch die ev. Kirche in Wickrathberg statt, deren langjährige Restaurierung jetzt kurz vor dem Abschluss steht und zwar

          Donnerstag,  20. Mai 2004, 15.00 Uhr

Treffpunkt 14.45 Uhr vor der Kirche Wickrathberg

 

Mitfahrgelegenheit ab Post Odenkirchen nach vorheriger Anmeldung bis zum 18.05.2004 zu den Sprechzeiten im Burgturm oder unter Telefon: 02166-603980.

 

Die Führung durch das erstmals 1220 als "ecclesia in Berge" urkundlich erwähnte, kirchenbauliche Kleinod wird von kompetenter Seite durchgeführt und zwar von Studiendirektor Peter Hörchens.

 

Wer mehr über die ev. Kirche Wickrathberg - incl. einer Darstellung der Restaurierungs-Situation - erfahren möchte, klicke bitte hier >>.

Foto: Rheinischer Verein für Denkmalpflege und 

          Landschaftsschutz 

 

Heimatverein Odenkirchen zu Gast in Wickrathberg

 

Gut besuchter "Ortstermin" in der renovierten Kirche

 

                                                    Die Besucher während der Führung durch Studiendirektor Peter Hörchens (Mitte)                                                                    

Foto: Werner Scholz

 

Etwa 60 Bürgerinnen und Bürger waren am Christi Himmelfahrtstag der Einladung des Heimatvereins Odenkirchen zur Besichtigung der Evangelischen Pfarrkirche zu Wickrathberg gefolgt. Studiendirektor Peter Hörchens informierte die Besucher nicht nur über die Geschichte dieser ältesten Kirche auf Mönchengladbacher Gebiet und die Entwicklung der Gemeinde, sondern auch über die aufwändigen Renovierungsarbeiten, die in den letzten Jahren zur Rettung dieses bedeutenden Bauwerks erforderlich geworden sind.

Die Kirche, die im Jahre 1220 erstmals urkundlich erwähnt wird, ist in ihrer fast eintausendjährigen Geschichte mehrfach umgebaut und erweitert worden. So ist aus der ursprünglich romanischen Kirche aus dem 11. Jahrhundert nach 1200 eine dreischiffige Flachdeckenbasilika geworden. Im 15. Jahrhundert wurde sie dem Baustil der Gotik angepasst, und in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts erhielt sie die Gestalt, die sie zum "Kleinod am Niederrhein" gemacht hat. Der wegen Einsturzgefahr abgetragene Turm wurde wieder aufgebaut und mit einer barocken Dachhaube abgeschlossen. Die Innenausstattung im Rokokostil wurde von heimischen Handwerkern geschaffen. Schließlich wurde 1770 eine Teschemacher-Orgel eingebaut, die auch heute noch erklingt.

Die am und im Kirchengebäude sichtbaren Zeichen der Umbauten und Veränderungen wurden den Besuchern von Peter Hörchens sehr anschaulich und fachkundig erläutert.

1998 hat man dann festgestellt, dass die Kirche in Gefahr war, auseinander zu brechen und deshalb in einem aufwändigen Verfahren statisch gesichert werden musste. Nur durch die große Opferbereitschaft der Wickrathberger Bürger war es möglich, die erforderlichen Eigenmittel aufzubringen. So wurden zwischen 1999 und 2001 insgesamt 746.000 DM aus der Bevölkerung gespendet. Für die endgültige Finanzierung der statischen Sicherung und der Innensanierung werden noch etwa 300.000 Euro benötigt, von denen ein Teil seit 2002 angespart worden ist. Die Evangelische Gemeinde Wickrathberg kann sich mit allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt über den in Kürze bevorstehenden Abschluss der Sanierungs- und Renovierungsarbeiten an diesem Kulturdenkmal freuen und stolz sein auf die Verwirklichung dieses ehrgeizigen Zieles.     

 

 

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