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Dort,
wo der Güdderather Mühlenweg an der Niersbrücke auf den
Josef-Herzhoff-Weg trifft, hat der Heimatverein Odenkirchen ein
Denkmal errichtet, das an die ehemalige Güdderather Mühle - nach
ihrem letzten Besitzer auch Roosensmühle genannt - erinnern soll.
Zahlreiche Besucher waren der Einladung des Heimatvereins zur
Einweihung des Gedenksteins gefolgt. Das schöne Wetter ermöglichte
die richtige Einstimmung auf eine würdige Feierstunde. Der
Geschäftsführer des Heimatvereins, Dietmar Kirchner, begrüßte
die Besucher und Ehrengäste, darunter Oberbürgermeister Norbert
Bude, Bezirksvorsteherin Renate Zimmermanns und die Nachfahren des
letzten Besitzers der Roosensmühle, Johann Heinrich Roosen.
Norbert
Bude dankte dem Heimatverein für dessen Engagement. Der
Gedenkstein erinnere den Wanderer an die ehemalige Mühle und fördere
damit das Geschichtsbewusstsein im Allgemeinen und für unsere
engere Heimat im Besonderen. Renate Zimmermanns hob die Initiative
des Historischen Ausschusses im Heimatverein hervor, namentlich
Josef Schürmann für dessen Idee zur Errichtung des Gedenksteins,
Marianne Strunk-Hilgers, die für die Planung und künstlerische
Gestaltung verantwortlich zeichnete sowie Rudi Schneider, dem die
Durchführung der Steinmetzarbeiten oblag.
Marianne Strunk-Hilgers
schilderte den "Werdegang" des Mühlendenkmals. Der
erste Gedanke im Juli 2003 war, den Gedenkstein am Standort der
ehemaligen Mühle in Ufernähe zu errichten. Dem stimmte der
Niersverband zu, im April 2004 ebenso der Gestaltung, verbunden
mit einem Gestattungsvertrag, der allerdings für den Heimatverein
unerfüllbare Auflagen enthielt. Deshalb musste man nach einem
Standort auf städtischem Gelände suchen, der im Oktober 2004 bei
einem Treffen mit der Stadtverwaltung gefunden wurde, nämlich auf
der gegenüberliegenden Seite der Niers. Die Stadt bekundete ihr
Einverständnis, das Güdderather Mühlendenkmal als Geschenk des
Heimatvereins Odenkirchen anzunehmen.
Bei der Gestaltung konnte
Marianne Strunk-Hilgers auf einen Grabstein zurückgreifen, den
Frau Gabriele Pesch ihrem Atelier zur freien Verfügung überlassen
hatte sowie auf das Modell der Güdderather Mühle, das ihr Mann
Wilhelm Strunk zu einem früheren Zeitpunkt geschaffen hatte. Den
großen Gedenkstein aus Schevenhütter Schiefer in senkrechter
Lage auf dem kleinen Sockel aus Belgisch Granit zu befestigen, war
für Steinbildhauermeister Rudi Schneider kein Problem. Das in
Aluminium gegossene Modell der Güdderather Mühle wurde von ihm
an vorgesehener Stelle in den Stein eingelassen.
Das im Dezember 2004
aufgestellte Denkmal wirkt wie ein Ausrufezeichen in der
Landschaft, das die Wichtigkeit der Gedenkstätte betont und den
Wanderer zur Betrachtung auffordert.
Der
Seniorenchor im Heimatverein Odenkirchen umrahmte die Feier mit
gesanglichen Beiträgen.
Im
Anschluss an die Feierstunde lud der Heimatverein zu einem Umtrunk
in den Burgturm ein.
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