| Ortstermin
an Christi Himmelfahrt
5. Mai 2005


Ortstermin
des Heimatvereins an Christi Himmelfahrt
Führung
durch die evangelische Hauptkirche Rheydt
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| Kantor
Udo Witt bei seinen Erläuterungen
Foto:
Werner Scholz |
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Mehr
als 70 Bürgerinnen und Bürger hatten sich am Nachmittag des
Christi Himmelfahrtstages auf Einladung des Heimatvereins
Odenkirchen zur Besichtigung der evangelischen Hauptkirche zu
Rheydt eingefunden. Kantor Udo Witt, der die Besucher durch die im
letzen Jahr mit Mitteln der EU in einem gemeinsamen Projekt mit
den Kirchen in Wickrathberg und Thorn vollständig renovierte
Hauptkirche führte, begann seine Ausführungen mit einem Rückblick
auf die Vorgängerkirche und ihre wechselvolle Geschichte in den
Wirren nach der Reformation, um dann auf die Baugeschichte der zu
Beginn des 20. Jahrhunderts nach Plänen des berühmten Berliner
Architekten Professor Johannes Otzen, Senator der Königlichen
Akademie der Künste, errichteten und am 2. Dezember 1902
eingeweihten neuen, repräsentativen Kirche einzugehen.
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Blick
in die restaurierte Hauptkirche
Foto: ev. Gemeinde |
Eines
der Ziele des Architekten war es, mit seinem Baustil, einer
Mischung aus Gotik, Romanik und anderen Stilelementen, und der
Ausmalung eine Kirche zu schaffen, die das Zusammenbringen der
Reformierten und der Lutheraner in der Rheydter Gemeinde förderte.
Udo Witt erläuterte den Besuchern, wie durch die Renovierung des
letzen Jahres das ursprüngliche Erscheinungsbild der Kirche von
1902 nach alten Photos wiederhergestellt worden ist, das durch
Kriegseinwirkungen und das Überstreichen
und Abschlagen der Bilder in den sechziger Jahren zerstört worden
war. In einem Beschluss von 1961 heißt es: "Die Verglasung
der Fenster soll ohne figürliche Darstellung gehalten sein. ...
Nach Meinung des Ausschusses sollte die Farbgebung im Innern der
Kirche möglichst durch die Fenster erreicht werden und die
Kirchenwände einfach gehalten sein."
Bei
der Renovierung im letzen Jahr war die Zielsetzung eine andere,
wie Udo Witt den Besuchern sehr anschaulich schilderte, die von
der Arbeit der Restauratoren sichtlich beeindruckt waren. Die
Besichtigung endete mit einer Darbietung auf der Sauer-Orgel, die
mit 40 Registern der Größe des Kirchenraums, der auch nach der
Renovierung noch 1.000 Sitzplätze hat, angemessen ist. Zuvor erläuterte
Kantor Udo Witt den Besuchern die wechselvolle Geschichte dieser
mehr als 100 Jahre alten Orgel: "Barockisierung" durch
Einbau neuer und Ausbau alter Register, eine
"Aufhellung" mit
5 neuen Registern im Jahre 1951, den Bau eines neuen elektrischen
Spieltisches, die Veränderungen des Äußeren, die Generalüberholung
in den siebziger Jahren und schließlich die Wiederherstellung der
ursprünglichen Form in den achtziger Jahren.
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