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Die
Gedenkfeier des Heimatvereins auf dem Katholischen Friedhof in
Odenkirchen wurde vom Bläserchor des CVJM und dem Männergesangverein
“Eintracht“ Odenkirchen musikalisch begleitet. Abordnungen der
Freiwilligen Feuerwehr Odenkirchen und einiger Vereine mit ihren Fahnen
gaben der Gedenkfeier einen würdigen Rahmen.
In
seiner Rede ging Bernhard Spaniol, der neue Leiter des Gymnasiums
Odenkirchen, auf die geschichtliche Entwicklung dieses Gedenktages ein,
der ab 1926 zunächst am Sonntag “Reminiscere“, dem 5. Sonntag vor
Ostern, begangen und 1933 schließlich von den Nationalsozialisten zum
"Heldengedenktag" umgewidmet wurde. Erst 1948 konnte der
Volksbund die Tradition des Volkstrauertages wieder aufnehmen als
Erinnerung an all die Menschen, die im Krieg gefallen und Opfer von
Terror und Vernichtung geworden sind.
Bernhard
Spaniol erinnerte sich an seinen Vater, der im Alter von 19 Jahren in
den Krieg ziehen musste und erst mit 23 Jahren aus französischer
Gefangenschaft zurückkehrte, aber nicht mehr als der Junge, der er
vorher gewesen war, wie sich die Mutter erinnert. Aus diesen
Erinnerungen erwächst die Verantwortung für jeden Einzelnen, nicht
wegzuschauen, wenn er Zeuge von Gewalt im Alltag wird. Der
Volkstrauertag sollte zu einem Mahnzeichen für Zivilcourage werden.
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