Veranstaltungen

 

Feierstunde des Heimatvereins zum Volkstrauertag

am 13. November 2005

 

 

 

Bernhard Spaniol, der Leiter des Gymnasiums Odenkirchen, bei seiner Ansprache

Die Besucher der Feierstunde auf dem Friedhof Wiedemannstraße                                            Fotos: Werner Scholz

Die Gedenkfeier des Heimatvereins auf dem Katholischen Friedhof in Odenkirchen wurde vom Bläserchor des CVJM und dem Männergesangverein “Eintracht“ Odenkirchen musikalisch begleitet. Abordnungen der Freiwilligen Feuerwehr Odenkirchen und einiger Vereine mit ihren Fahnen gaben der Gedenkfeier einen würdigen Rahmen. 

 

In seiner Rede ging Bernhard Spaniol, der neue Leiter des Gymnasiums Odenkirchen, auf die geschichtliche Entwicklung dieses Gedenktages ein, der ab 1926 zunächst am Sonntag “Reminiscere“, dem 5. Sonntag vor Ostern, begangen und 1933 schließlich von den Nationalsozialisten zum "Heldengedenktag" umgewidmet wurde. Erst 1948 konnte der Volksbund die Tradition des Volkstrauertages wieder aufnehmen als Erinnerung an all die Menschen, die im Krieg gefallen und Opfer von Terror und Vernichtung geworden sind. 

 

Bernhard Spaniol erinnerte sich an seinen Vater, der im Alter von 19 Jahren in den Krieg ziehen musste und erst mit 23 Jahren aus französischer Gefangenschaft zurückkehrte, aber nicht mehr als der Junge, der er vorher gewesen war, wie sich die Mutter erinnert. Aus diesen Erinnerungen erwächst die Verantwortung für jeden Einzelnen, nicht wegzuschauen, wenn er Zeuge von Gewalt im Alltag wird. Der Volkstrauertag sollte zu einem Mahnzeichen für Zivilcourage werden.

 

Zurück

Zurück zur Rückschau-Übersicht

Weiter