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Die
Gedenkfeier des Heimatvereins zum diesjährigen
Volkstrauertag fand auf dem katholischen Friedhof
Odenkirchen statt. Sie wurde vom Bläserensemble
Odenkirchen unter Leitung von Wolfgang Bremges und dem
Walter Schrey-Seniorcnchor im Heimatverein Odenkirchen mit
seinem Dirigenten Franz-Josef Remmler musikalisch
begleitet. Abordnungen der Freiwilligen Feuerwehr
Odenkirchen und der Odenkirchener Vereine mit ihren Fahnen
gaben der Gedenkfeier einen würdigen Rahmen.
In
seiner Rede ging Studiendirektor Ludolf Kolsdorf,
Stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums Odenkirchen,
zunächst auf die geschichtliche Entwicklung dieses
Gelenktages ein, der nach dem Ende des 1. Weltkriegs zum
Gedächtnis an all die auf den Schlachtfeldern Europas
gefallenen Soldaten eingeführt wurde und heute auch an
all die Menschen erinnert, die in Deutschland und in
vielen Ländern Europas Opfer einer totalitären und
rassistischen Ideologie geworden sind. Am Volkstrauertag
verbindet sich die Trauer um die Toten mit der Scham all
jener, die aktiv an den Verbrechen beteiligt waren oder
sie nicht durch Widerstand zu verhindern versuchten.
Kolsdorf
betonte, dass Versöhnung, Verständigung und wirklicher
Frieden zwischen den Völkern nur entstehen kann, wenn wir
uns der Konfrontation mit der individuellen oder
historischen Schuld stellen, ohne das Recht auf Trauer
aufzugeben. Dann können wir uns erinnern und trauern,
ohne zu verdrängen und zu erstarren. Er schloss mit der
Feststellung,
dass ein friedliches und fruchtbares Zusammenleben
nur möglich sein wird, wenn wir uns des einen Prinzips
bewusst bleiben: Die Würde des Menschen ist unantastbar.
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