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WKp-
Der diesjährige Neujahrsempfang des Heimatvereins Odenkirchen
in der gut besetzten Burggrafenhalle ist
der
letzte für den selbständigen Stadtbezirk Odenkirchen, da
ab 2010 es nur noch vier Stadtbezirke geben wird und
Odenkirchen
dann auf Stadtbezirksebene „Mönchengladbach-Süd“ heißt,
resümierte HVO-Vorsitzender Rolf Lüpertz
in
seiner Neujahrsansprache. Zugleich sprach er Dank
aus an die politischen Mandatsträger Odenkirchens,
die
– zwar vergeblich – für den Erhalt des Stadtbezirks gekämpft
haben. Ein weiteres Danke galt u.a. den HVOAktiven
Henny
und Werner Scholz, sowie Heinz Eßer.
Dann
zählte der HVO-Chef die durch den Historischen Ausschuss
ermittelten Jubiläen in 2009 auf, so u.a.: „Vor 500
Jahren wurde die Roosensmühle erstmalig urkundlich erwähnt,
vor 275 Jahren der Burgturm wieder hergestellt, vor
80 Jahren sei das selbständige Odenkirchen mit Mönchengladbach
und Rheydt zusammengelegt, gleichenjahrs das
Krankenhaus eröffnet worden und vor 50 Jahren
fuhr die letzte Straßenbahn nach Rheydt. Alle
Fakten sind im Archiv des Heimatvereins festgehalten, das
bisher von unserem Ehrenvorsitzenden Emil Knour verwaltet und
betreut wurde. Emil Knour hat sich entschlossen, diese
Tätigkeit aufzugeben. Der Heimatverein dankt ihm für die
vorbildliche Arbeit, die er für die Bewahrung der Geschichte Odenkirchens
geleistet hat ganz herzlich. Zu unserer großen
Freude hat sich Werner Scholz bereit erklärt, diese
sehr wichtige und zeitaufwändige Arbeit ehrenamtlich zu
übernehmen. Herzlichen Dank dafür.“
Renate
Zimmermanns, nunmehr 10 Jahre Bezirksvorsteherin, ging
in ihrer Neujahrsansprache u.a. zunächst auf das Thema
Theater ein, das immerhin einen jährlichen Zuschuss von
10,5 Mill. € bekommt. Die aufgelaufene Fehlsumme von
485.000 € – anteilig MG – könne aus dem Haushalt 2008/2009
nicht beigesteuert werden. Jedoch wolle man die
Finanzlücke mit einem zinslosen Darlehen unterstützen. Auch
über die Schließung des Hallenbades Odenkirchen – voraussichtlich
in 2012 – sei sie alles andere als glücklich. Aber
sie habe den Weiterbestand noch nicht abgeschrieben. Wichtig
sei, dass das Bad von vielen Menschen besucht werde.
Mit Blick auf 2009 freue sie sich über die kommende Sanierung
der Wohnanlage Karlstraße dank eines Landeszuschusses von
3,5 Mill. €, ebenso über neue Querungshilfen auf
der Einruhrstraße, Kamphausener Straße und Schleestraße.
Auch die Erneuerung des Plattenbelages auf der
Burgfreiheit ist eingestylt, 200 Tsd. € seien aus dem insgesamt
500 Tsd. €
teuren Gesamtvorhaben bereits in 2009 verfügbar.
Neben vielfach ausgesprochenem Dank ging die Bezirksvorsteherin
auch auf den Unzustand des Bahnhofes Odenkirchen
ein, und dass dieser wohl nicht
nur in einer Bezirksvertretungssitzung
auf der Tagesordnung sei.
Als
Highlight des Neujahrsempfangs, bei dem Beigeordneter Dr.
Gert Fischer in Vertretung des Oberbürgermeisters Grußworte
sprach und die Ballettschule Valerie Ghiglione mit
einer klassischen und drei modernen Tanzdarbietungen sowie
die Show-Trompeten das Programm bereicherten, gilt wieder
– nach einem Jahr Pause – der Plattdeutschauftritt von
Dieter Coenen. Diesmal hatte er ihn so angelegt, dass der
vor 111 Jahren gestorbene 1. deutsche Reichskanzler Otto
von Bismarck zu mitternächtlicher Stunde an seinem Bett
gestanden wäre und mit ihm ein politisches Gespräch über
„All die“ (politischen Mandatsträger) geführt habe. Es war
schon interessant, Dieter Coenen über Bundes- und Landespolitik,
ja Weltpolitik zuzuhören. Dabei hätte er eigentlich mit
seiner politischen Betrachtung am Stadtrand Mönchengladbachs
fast aufhören können, denn selbst „Haarsträubendes
und dem Willen der Bevölkerung Zuwiderhandelndes“ gäbe
es da aus 2008 auch zu berichten.
Quelle:
Unser Odenkirchen
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