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Ein
Reisebericht von Marlis Croonenbroek
Quelle:
"Unser Odenkirchen"
Selten
sah ein Mensch zufriedener aus wie Werner Scholz, als die Reise
gut beendet und alle Schäfchen wohlbehalten in Odenkirchen
ankamen. Die beiden Studienreisen des HVO waren perfekt von
Werner Scholz und seiner Frau Henny organisiert worden. Am
Mittwoch, dem 7. wie auch dem 14.10.2009 hieß es um 6 Uhr
abfahren in Odenkirchen an der Post. Klaus Melder, der Fahrer
von Lüngen kannte die Strecke bis Wertheim am Main gut, wo die
erste Besichtigung geplant war. Wertheim ist eine zauberhafte
mittelalterliche Stadt mit gut erhaltenen Fachwerkhäusern. Die
Glasbläserei wird heute noch in der Stadt ausgeübt. Viele
Geschäfte boten gute Glaskunst an. Es gibt ein Glasmuseum. Nach
dem Stadtbesuch ging die Fahrt am Main entlang bis Würzburg, wo
eine weitere Führung durch die Stadt folgte.
Der zweite Tag war Würzburg gewidmet. Zuerst besichtigte die
Reisegruppe die Festung Marienberg, die hoch über der Stadt
ragt. Die Burg wurde 1200 gebaut und 1482 zum Renaissanceschloss
umgestaltet. Anschließend besuchte man das Museum. Es
beherbergt eine hervorragende Sammlung fränkischer Kunstwerke,
darunter weltbekannte Werke des Würzburger Schnitzers und
Bildhauers Tilman Riemenschneider. Nach einer kurzen Mittagsrast
führte der Weg zur Residenz, dem Wohnsitz der Fürstbischöfe.
Die Residenz gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie wurde
1720-1744 nach den Plänen von Balthasar Neumann errichtet,
reichlich ausgestattet, unter anderem mit Fresken des
italienischen Malers Giovanni Battista Tiepolo. Das Hauptwerk
des süddeutschen Barock ist eines der bedeutendsten Schlösser
Europas. Die Eindrücke waren sehr groß. Der Besuch im
Weinkeller bot eine gute Abwechslung. Nach dem vielen Gold und
dem Prunk eines Rokoko Schlosses war die gedämpfte Atmosphäre
im Keller genau richtig. Ein Glas Wein bei der Weinprobe
veranlasste viele, auch ein paar Flaschen mitzunehmen. Zurück
ging es ins Hotel, wo ein Schwimmbad und hervorragendes Essen für
Entspannung sorgten.
Am Freitag hieß es Abschied nehmen. Unser Weg folgte der
romantischen Straße bis Schloss Weikersheim im lieblichen
Taubertal, einer der schönsten Residenzen, die zu einem
Renaissanceschloss umgebaut wurde, mit einer Gartenanlage im
Stil von Versailles. Durch das Taubertal, einer Fahrt, die trotz
Regens sehr schön war, machten wir Halt in Creglingen an der
Tauber. In der Herrgottskirche stand in der Mitte, alles
beherrschend der Altar von Tilman Riemenschneider, der die
Gottesmutter darstellt. Rothenburg ob der Tauber, eine der schönsten
mittelalterlichen Städte, hatte auch im Regen nichts von ihrem
Reiz verloren. Unser Weg führte weiter nach Wiesloch zu unserem
Hotel. Der Unterschied zu dem sehr modernen 4-Sterne-Haus und
den mittelalterlichen Städten hätte größer nicht sein können.
Der Samstag gehörte Heidelberg. Er begann mit einem Besuch des
Schlosses, einer Ruine, die über der Stadt steht. Eine Stadtführung
bei gutem Wetter brachte uns Heidelberg nahe. Die Universität,
eine der ältesten in Deutschland, ist heute noch dominierend.
Viele junge Menschen studieren hier. Besonders beliebt ist es,
in Heidelberg zu studieren bei den asiatischen Völkern wie
China und Japan. Eine Fahrt auf dem Neckar beendete den Besuch
in Heidelberg. Zurück ins Hotel gab es abends noch ein
Oktoberfest.
Am Sonntag ging es heimwärts. Bei strahlendem Sonnenschein
besichtigten wir die Schlossgärten in Schwetzingen, eine der
schönsten Gartenanlagen Europas. Speyer war die letzte Station
auf der Heimreise. Der Dom und das Judenbad im mittelalterlichen
Judenhof werden sicher im Gedächtnis bleiben. Es waren viele
Eindrücke. Dass man in den Städten auch gut essen kann, haben
viele erlebt. Die Reisegruppe bildete schnell eine Einheit. Es
wurde viel gelacht. Ein Dank galt auch dem Fahrer Klaus Melder.
Eine schöne Reise, bei der alles stimmte.
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