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WKp-
Rund 200 Bürger waren diesmal zum Neujahrsempfang des Heimatvereins
in die Burggra- fenhalle gekommen. Der HVO hatte um die
obligatorischen Grußworte ein abwechslungsreiches Programm für jung
und alt zusammengestellt. HVO-Chef Rolf Lüpertz konnte zahlreiche
Politker begrüßen: u.a. die Landtagsabgeordneten Hans-Willi Körfges
und Michael Schroeren, die 2. Bürgermeisterin Renate Zimmermanns,
Bezirksvorsteher Karl Sasserath und seinen Vertreter Erwin Rüttgers,
die Ratsmitglieder Ulla Brombeis, Monika Schuster, Christian
Kamphausen und Dietmar Kirschner. HVO-Ehrenvorsitzenden Emil Knour und
Alt-Bürgermeister Hans Segschneider, Bezirksverwaltungsstellenleiter
Franz-Willi Brungsberg.
Rolf
Lüpertz verwies in seiner Rede u.a. auf die durch die Kommunalwahl
„bescherte Gestaltungsmehrheit – eine geradezu geniale Wortschöp-
fung in einer Zeit, in der die Finanzlage der Stadt und ihr ungeheurer
Schuldenberg nicht mehr viel zum Gestalten übrig lässt und man eher
von einer Abwicklungsmehrheit sprechen könnte. Im letzten Jahr hat
der Rat der Stadt die Reduzierung der Stadtbezirke auf vier
beschlossen, eine Entschei- dung, die mich an ein Zitat des großen
Dichters Schiller erinnert, der einmal gesagt hat: ‚Mehrheit ist
Unsinn, Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.’ Ich kann mir
nicht vorstellen, wie sich ein ehrenamtlicher Bezirksvorsteher um mehr
als 200 Vereine und ihre Anliegen kümmern soll, um nur eine seiner
Aufgaben zu erwähnen. Aber wir müssen uns mit der bestehenden
Situation abfinden, und der Heimatverein wird sich bemühen, eine
gewisse Eigenständigkeit Odenkirchens zu erhalten. Seien Sie
versichert, dass Sie von uns auch in Zukunft als ‚Liebe
Odenkirchener’ angeredet werden und nicht als ‚Verehrte
Südstädter’.“ Weiter führte Lüpertz aus, dass sich der
Heimatverein in Zukunft verstärkt darum bemühen werde, die
Zusammenarbeit der Vereine zu intensivieren. Er verwies auf den
aktuell vorgelegten Veranstaltungskalender 2010 – zusammengestellt
von Henny und Werner Scholz, den Internetauftritt des HVO und die
nicht einfache Arbeit des Historischen Ausschusses.
Im
unterhaltsamen Teil traten u.a. der Schülerchor des Gymnasiums
Odenkirchen auf, der anspre- chend seinen musikalischen Start mit
einem französischen Titel begann (wo in Deutschland ja
bedauerlicherweise vorwiegend Englisch als „Musiksprache“ gilt.
Die Anmut der Balletteusen der Ballettschule Ghiglione kam besonderes
bei den klassischen Stücken zur Geltung, und die Tanz- gruppe „Image“
der DJK überzeugte wieder – nicht nur durch Tanz, sondern auch
durch einen Hauch Akrobatik. Und schließlich war das
Mandolinenorchester „Edelweiß“ eine wohltuende musikalische
Abwechslung.
Bei
den Grußworten hielt sich einzig Bezirksvorsteher Karl Sasserath an
seine ihm wie allen anderen vom HVO vorgegebene Redezeit. Er sprach
das in Kürze an, was Sie, liebe Leser, bereits ausführlich in der
letzten UO als Grußwort zum Jahreswechsel auf Seite 3 lesen
konnten. Die 2. Bürgermeisterin, Renate Zimmermanns, sprach ihr
Grußwort frei und ergänzte es um ihr berechtig- tes Anliegen „Hallenschwimmbad
Odenkirchen“, wo man den Hubboden im für Schwimmer nicht
ausreichenden 60er Bereich auf 90 cm absenken müsse. Beigeordneter
Dr. Gert Fischer, zum 3. Mal stellvertretend für den OB anwesend,
erging sich in Aussagen zum Winter-Wetter. Sicher hat er Recht, wenn
er bemängelt, dass Medien ein „Horrorszenario“ herbeigeschrieben
hätten, und was ist gekommen: 8 cm Schnee. Nur – für seine
Aussagen hätte die ihm vorgegebene Zeit von fünf Minuten ausgereicht
– und nicht das annähernd Dreifache.
Nicht
vergessen werden zu erwähnen darf das interessante, plattdeutsche
Zwiegespräch von Ingrid Paulus und Thomas Driesch. Vor allem, weil es
neugierig machte, was sich hinter N W O (= Nix wie Onndöösch)
verberge. Dem hätte man noch länger zuhören können. Aber die
Besucher wurden ja auf die Fortsetzung – vielleicht viel
umfangreicher – in 2011 „vertröstet“. Da dürfen die
Odenkirchener schon heute gespannt sein, was dann aus 2010 alles „op
dä Döösch kütt!“
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