Veranstaltungen

 

Neujahrsempfang des Heimatvereins Odenkirchen

 

am 10. Januar 2010

 

 

Beigeordneter Dr. Gert Fischer

Bezirksvorsteher Karl Sasserath

Bürgermeisterin 

Renate Zimmermanns

Vorsitzender des Heimatvereins Rolf Lüpertz

 

Neujahrsansprache 

des Vorsitzenden des Heimatvereins Odenkirchen Rolf Lüpertz

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Zum ersten Male erleben wir heute einen Neujahrsempfang ohne einen ausführlichen Rückblick auf die Ereignisse in Odenkirchen durch einen Bezirksvorsteher bzw. eine Bezirksvorsteherin, denn Odenkirchen hat aufgehört, ein eigenständiger Stadtbezirk zu sein.

Wir blicken zurück auf ein Jahr 2009 mit 3 Wahlen. Auf eine Europawahl, für die sich leider nur wenige interessiert haben, auf eine Kommunalwahl, die Mönchengladbach eine neue „Gestaltungsmehrheit“ beschert hat – eine geradezu geniale Wortschöpfung in einer Zeit, in der die Finanzlage der Stadt und ihr ungeheurer Schuldenberg nicht mehr viel zum Gestalten übrig lassen und man eher von einer Abwicklungsmehrheit sprechen könnte – und eine Bundestagswahl, die zur 2. Regierung Merkel geführt hat.

Im letzten Jahr hat der Rat der Stadt Mönchengladbach die Reduzierung der Stadtbezirke auf 4 beschlossen, eine Entscheidung, die mich an ein Zitat des großen Dichters Schiller erinnert, der einmal gesagt hat:“ Mehrheit ist Unsinn, Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.“

Ich kann mir nicht vorstellen, wie sich ein ehrenamtlicher Bezirksvorsteher um mehr als 200 Vereine und ihre Anliegen kümmern soll, um nur eine seiner Aufgaben zu erwähnen.

Aber wir müssen uns mit der bestehenden Situation abfinden und der Heimatverein wird sich bemühen, eine gewisse Eigenständigkeit Odenkirchens zu erhalten. Seien sie versichert, dass sie von uns auch in Zukunft als „Liebe Odenkirchener“ angeredet werden und nicht als „Verehrte Südstädter“.

In der großen Politik ist der Klimawandel das beherrschende Thema. Man gewinnt den Eindruck, dass es keine anderen gravierenden Probleme mehr gibt. Selbst Wissenschaftlern und nicht nur Politikern kann man nachweisen, dass sie nach dem bekannten Prinzip „Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast, ein Horrorszenarium für die Zukunft aufbauen. Und passen einmal die Fakten nicht in dieses Bild, dann werden sie als unerhebliche Einzelfälle abgetan. Man muss sich fragen, was die wirklichen Absichten dieser Klima-Apokalyptiker sind, denn auf das Waldsterben und das Ozonloch folgt jetzt die Klimakatastrophe. Lassen Sie sich dadurch nicht den Optimismus für die Zukunft nehmen.   

Hier die vollständige Wiedergabe der Ansprache >>

 

Schülerchor des Gymnasiums Odenkirchen unter der Leitung von Monika Stahl

 

Band des Gymnasiums Odenkirchen Balettschule Valerie Ghiglione
Plattdeutsch-Zwiegespräch zwischen Ingrid Paulus u.Thomas Driesch Balettschule Valerie Ghiglione
Ein Blick in die vollbesetzte Burggrafenhalle IMAGE-Tanzgruppe der DJK unter der Leitung von Karin Feltgen

 

Mandolinenorchster "Edelweiß" unter der Leitung von Josef Reidmacher

                                                                                                                                                                                                                                                                    Fotos: Werner Scholz

Bericht aus "Unser Odenkirchen"

WKp- Rund 200 Bürger waren diesmal zum Neujahrsempfang des Heimatvereins in die Burggra- fenhalle gekommen. Der HVO hatte um die obligatorischen Grußworte ein abwechslungsreiches Programm für jung und alt zusammengestellt. HVO-Chef Rolf Lüpertz konnte zahlreiche Politker begrüßen: u.a. die Landtagsabgeordneten Hans-Willi Körfges und Michael Schroeren, die 2. Bürgermeisterin Renate Zimmermanns, Bezirksvorsteher Karl Sasserath und seinen Vertreter Erwin Rüttgers, die Ratsmitglieder Ulla Brombeis, Monika Schuster, Christian Kamphausen und Dietmar Kirschner. HVO-Ehrenvorsitzenden Emil Knour und Alt-Bürgermeister Hans Segschneider, Bezirksverwaltungsstellenleiter Franz-Willi Brungsberg. 

Rolf Lüpertz verwies in seiner Rede u.a. auf die durch die Kommunalwahl „bescherte Gestaltungsmehrheit – eine geradezu geniale Wortschöp- fung in einer Zeit, in der die Finanzlage der Stadt und ihr ungeheurer Schuldenberg nicht mehr viel zum Gestalten übrig lässt und man eher von einer Abwicklungsmehrheit sprechen könnte. Im letzten Jahr hat der Rat der Stadt die Reduzierung der Stadtbezirke auf vier beschlossen, eine Entschei- dung, die mich an ein Zitat des großen Dichters Schiller erinnert, der einmal gesagt hat: ‚Mehrheit ist Unsinn, Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.’ Ich kann mir nicht vorstellen, wie sich ein ehrenamtlicher Bezirksvorsteher um mehr als 200 Vereine und ihre Anliegen kümmern soll, um nur eine seiner Aufgaben zu erwähnen. Aber wir müssen uns mit der bestehenden Situation abfinden, und der Heimatverein wird sich bemühen, eine gewisse Eigenständigkeit Odenkirchens zu erhalten. Seien Sie versichert, dass Sie von uns auch in Zukunft als ‚Liebe Odenkirchener’ angeredet werden und nicht als ‚Verehrte Südstädter’.“ Weiter führte Lüpertz aus, dass sich der Heimatverein in Zukunft verstärkt darum bemühen werde, die Zusammenarbeit der Vereine zu intensivieren. Er verwies auf den aktuell vorgelegten Veranstaltungskalender 2010 – zusammengestellt von Henny und Werner Scholz, den Internetauftritt des HVO und die nicht einfache Arbeit des Historischen Ausschusses. 

Im unterhaltsamen Teil traten u.a. der Schülerchor des Gymnasiums Odenkirchen auf, der anspre- chend seinen musikalischen Start mit einem französischen Titel begann (wo in Deutschland ja bedauerlicherweise vorwiegend Englisch als „Musiksprache“ gilt. Die Anmut der Balletteusen der Ballettschule Ghiglione kam besonderes bei den klassischen Stücken zur Geltung, und die Tanz- gruppe „Image“ der DJK überzeugte wieder – nicht nur durch Tanz, sondern auch durch einen Hauch Akrobatik. Und schließlich war das Mandolinenorchester „Edelweiß“ eine wohltuende musikalische Abwechslung. 

Bei den Grußworten hielt sich einzig Bezirksvorsteher Karl Sasserath an seine ihm wie allen anderen vom HVO vorgegebene Redezeit. Er sprach das in Kürze an, was Sie, liebe Leser, bereits ausführlich in der letzten UO als Grußwort zum Jahreswechsel auf Seite 3 lesen konnten. Die 2. Bürgermeisterin, Renate Zimmermanns, sprach ihr Grußwort frei und ergänzte es um ihr berechtig- tes Anliegen „Hallenschwimmbad Odenkirchen“, wo man den Hubboden im für Schwimmer nicht ausreichenden 60er Bereich auf 90 cm absenken müsse. Beigeordneter Dr. Gert Fischer, zum 3. Mal stellvertretend für den OB anwesend, erging sich in Aussagen zum Winter-Wetter. Sicher hat er Recht, wenn er bemängelt, dass Medien ein „Horrorszenario“ herbeigeschrieben hätten, und was ist gekommen: 8 cm Schnee. Nur – für seine Aussagen hätte die ihm vorgegebene Zeit von fünf Minuten ausgereicht – und nicht das annähernd Dreifache. 

Nicht vergessen werden zu erwähnen darf das interessante, plattdeutsche Zwiegespräch von Ingrid Paulus und Thomas Driesch. Vor allem, weil es neugierig machte, was sich hinter N W O (= Nix wie Onndöösch) verberge. Dem hätte man noch länger zuhören können. Aber die Besucher wurden ja auf die Fortsetzung – vielleicht viel umfangreicher – in 2011 „vertröstet“. Da dürfen die Odenkirchener schon heute gespannt sein, was dann aus 2010 alles „op dä Döösch kütt!“

 

 

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