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Die
komplette Neujahrsansprache
des
Vorsitzenden des Heimatvereins Odenkirchen Rolf Lüpertz
Liebe
Mitbürgerinnen und Mitbürger
Zum ersten
Male erleben wir heute einen Neujahrsempfang ohne einen ausführlichen
Rückblick auf die Ereignisse in Odenkirchen durch einen
Bezirksvorsteher bzw. eine Bezirksvorsteherin, denn Odenkirchen hat
aufgehört, ein eigenständiger Stadtbezirk zu sein.
Wir blicken
zurück auf ein Jahr 2009 mit 3 Wahlen. Auf eine Europawahl, für die
sich leider nur wenige interessiert haben, auf eine Kommunalwahl, die
Mönchengladbach eine neue „Gestaltungsmehrheit“ beschert hat –
eine geradezu geniale Wortschöpfung in einer Zeit, in der die
Finanzlage der Stadt und ihr ungeheurer Schuldenberg nicht mehr viel
zum Gestalten übrig lassen und man eher von einer Abwicklungsmehrheit
sprechen könnte – und eine Bundestagswahl, die zur 2. Regierung
Merkel geführt hat.
Im letzten
Jahr hat der Rat der Stadt Mönchengladbach die Reduzierung der
Stadtbezirke auf 4 beschlossen, eine Entscheidung, die mich an ein
Zitat des großen Dichters Schiller erinnert, der einmal gesagt
hat:“ Mehrheit ist Unsinn, Verstand ist stets bei wenigen nur
gewesen.“
Ich kann
mir nicht vorstellen, wie sich ein ehrenamtlicher Bezirksvorsteher um
mehr als 200 Vereine und ihre Anliegen kümmern soll, um nur eine
seiner Aufgaben zu erwähnen.
Aber wir müssen
uns mit der bestehenden Situation abfinden und der Heimatverein wird
sich bemühen, eine gewisse Eigenständigkeit Odenkirchens zu
erhalten. Seien sie versichert, dass sie von uns auch in Zukunft als
„Liebe Odenkirchener“ angeredet werden und nicht als „Verehrte Südstädter“.
In der großen
Politik ist der Klimawandel das beherrschende Thema. Man gewinnt den
Eindruck, dass es keine anderen gravierenden Probleme mehr gibt.
Selbst Wissenschaftlern und nicht nur Politikern kann man nachweisen,
dass sie nach dem bekannten Prinzip „Traue keiner Statistik, die du
nicht selber gefälscht hast, ein Horrorszenarium für die Zukunft
aufbauen. Und passen einmal die Fakten nicht in dieses Bild, dann
werden sie als unerhebliche Einzelfälle abgetan. Man muss sich
fragen, was die wirklichen Absichten dieser Klima-Apokalyptiker sind,
denn auf das Waldsterben und das Ozonloch folgt jetzt die
Klimakatastrophe. Lassen Sie sich dadurch nicht den Optimismus für
die Zukunft nehmen.
Fortsetzung
der Neujahrsansprache
von
der Hauptseite des Neujahrsempfangs
Liebe
Mitbürgerinnen und Mitbürger, sehr geehrte Gäste!
Der
Heimatverein selbst blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2009 zurück
und ich möchte allen
ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in den Vereinen, durch deren
Einsatz es möglich war, den Odenkirchener Bürgern eine Reihe von
Veranstaltungen zu bieten, die es wert sind, in Erinnerung gebracht zu
werden, herzlich danken..
Der
Heimatverein wird sich nach der Neustrukturierung der Stadtbezirke in
Zukunft verstärkt darum bemühen, die Zusammenarbeit der
Odenkirchener Vereine zu intensivieren. Im Jahre 2009 haben zwei
Treffen der Vereinsvorsitzenden stattgefunden, die
dem Gedankenaustausch und der besseren Kommunikation zwischen
den Vereinen sicherlich sehr gedient haben.
Auch im nächsten
Jahr wollen wir diese Tradition fortsetzen.
Zum siebten
Male werden Sie heute den vom Heimatverein herausgegebenen und von der
Stadtsparkasse Odenkirchen finanzierten Veranstaltungskalender
erhalten.
Ich darf
mich ganz herzlich bei Henny und Werner Scholz bedanken, die in mühevoller
Arbeit die erforderlichen Daten gesammelt und den Druck des Heftes
vorbereitet haben. Mehr als 30 E-Mails und unzählige Telephongespräche
waren erforderlich, um die nötigen Daten von den Vereinen zu
bekommen. Es wäre schön, wenn die einzelnen Vereine dieses
Serviceangebot noch etwas besser annähmen. Es sollte doch im
Interesse aller liegen, eine möglichst komplette Aufstellung der
bereits fest terminierten Vereinsveranstaltungen in Odenkirchen zu
erstellen.
Veränderungen
und jetzt noch eingehende Termine werden laufend auf den
Internetseiten des Heimatvereins veröffentlicht und ständig
aktualisiert.
Mein
besonderer Dank gilt an dieser Stelle Heinz Esser für die sorgfältige
Pflege dieses Internetauftritts. Die Zahl der Zugriffe auf die
Internetseiten des Heimatvereins entwickelt sich weiter erfreulich und
zeigt, wie wichtig dieses Angebot vor allem für diejenigen ist, die
nicht mehr in Odenkirchen wohnen.
Gestatten
Sie mir noch einige kurze Anmerkungen zu anderen
Veranstaltungen des Heimatvereins.
Der
OKUHOM, der von Werner Scholz erneut hervorragend organisiert wurde,
war im Jahre 2009 mit 60 Ausstellern wieder ein großer Erfolg.
Am Großen
Odenkirchener St. Martins Zug haben im Jahre 2009 wieder zahlreiche
Schulen teilgenommen, wofür ich mich bei den Schulleitern und
Schulleiterinnen und der Lehrerschaft herzlich bedanke.
Besonders
erfreut waren wir über das große Interesse, das der
Plattdeutschabend 2009 gefunden hat. Mit mehr als 170 Besuchern war es
die erfolgreichste Veranstaltung dieser Art im Stadtgebiet, und das
beweist, dass der Dialekt lebt. Ich bin überzeugt, dass diejenigen,
die das von Johannes Ohlig zusammengestellte, begeisternde Programm
erlebt haben, im nächsten Jahr wiederkommen werden. Ein herzlicher
Dank an alle, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.
Der
Historische Ausschuss des Heimatvereins hatte sich vor einigen Jahren
die Aufgabe gestellt, die von Pfarrer Franz Rixen begonnene
"Geschichte Odenkirchens" fortzuschreiben, und hat nunmehr
11 Hefte herausgegeben. Diese
Schriften können außer den ersten 3 Heften, die
vergriffen sind, zum Preis von 2 Euro erworben werden.
Den Mitgliedern des Historischen Ausschusse gilt ein herzlicher
Dank für diese nicht einfache Arbeit.
Natürlich
hat der Ausschuss auch die im Jahre 2010 anstehenden Jubiläen
zusammengestellt, von denen ich Ihnen die wichtigsten kurz vorstellen
möchte.
So feiert
der FC Eintracht Güdderath sein 100-jähriges Jubiläum, das Bläserensemble
Odenkirchen kann – mit einer Namensänderung – auf eine 90-jährige
Geschichte zurückblicken und Schwarz-Gold
Odenkirchen feiert mit 8 x 11 Jahren ein karnevalistisches Jubiläum.
Vor 425
Jahren begann die Amtszeit der Burggrafen aus dem Geschlecht der
Familie von Botzelaer, vor 100 Jahren erfolgte der Bau des
Odenkirchener Rathauses, vor 90 Jahren erwarb
die katholische Pfarrgemeinde St. Laurentius die Burg und
richtete sie als Pfarrgemeindehaus her und vor 90 Jahren begann die
Amtszeit des bedeutenden Odenkirchener Bürgermeisters Dr. Otto
Schmidt-Bleibtreu.
Vor 30
Jahren wurde schließlich der „Ausschuss für historische
Aufgaben“ des Heimatvereins gegründet und es fand der erste
„Ortstermin“ an Christi Himmelfahrt mit der Besichtigung der
damals noch existierenden Güdderather Mühle statt.
Das sind
nur einige Ereignisse, die uns an die Geschichte Odenkirchens erinnern
sollen.
Liebe
Mitbürger und Mitbürgerinnen,
In einer
Situation, in der die öffentlichen Mittel immer knapper werden, kommt
der Arbeit der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
in unseren Vereinen eine noch größere Bedeutung und Verantwortung zu
als in der Vergangenheit.
Ich möchte
heute wie in jedem Jahr an alle appellieren, sich trotz finanzieller
Probleme und vor allem
trotz des häufig fehlenden Nachwuchses für die Vorstandsarbeit,
nicht entmutigen zu lassen, und in ihrer erfolgreichen Arbeit
fortzufahren.
Ich möchte
nicht versäumen zu betonen, dass die Stadt Mönchengladbach im
Vergleich zu vielen anderen Kommunen des Landes trotz ihrer
schwierigen Finanzlage die Vereinsarbeit nach Kräften unterstützt,
und das über alle Parteigrenzen hinweg. Dafür ein herzlicher Dank.
Dieser Dank
für eine gute und reibungslose Zusammenarbeit gilt aber vor allem der
bisherigen Bezirksvertretung Odenkirchen und unserer
Bezirksvorsteherin Renate Zimmermanns, ihrem Stellvertreter Jürgen
Jansen und dem Verwaltungsstellenleiter Michael Oehlers, der örtlichen
Polizei, der Freiwilligen Feuerwehr und allen Odenkirchener Schulen,
Organisationen und Vereinen.
Wir hoffen natürlich, dass auch die Zusammenarbeit mit der neuen
Bezirksvertretung Mönchengladbach-Süd und dem neuen
Bezirksverwaltungsstellenleiter in einem ähnlichen Vertrauensverhältnis
fortgesetzt werden kann.
Wenn
man vom Umfang des Feuerwerks an Silvester und den Prognosen der
Politiker und der Wirtschaftsweisen ausgeht, kann man sicher wieder
etwas optimistischer für das Jahr 2010 sein.
Ich
wünsche Ihnen allen im
Namen
des Heimatvereins Odenkirchen ein glückliches und erfolgreiches Jahr
2010, vor allem aber Gesundheit und Gottes Segen.
Rolf Lüpertz
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