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Welcher
Odenkirchener kennt sie nicht, die beiden Brunnen im
Stadtbild: Die Bildhauerin Renate Fellner hat sie geschaffen,
den Regenbaumbrunnen vor der ev. Kirche und den Brunnen
„Inselfreuden“ (Taubenbrunnen) auf dem Laurentiusplatz.
Obwohl sie seit 1991 in Kamphausen lebt, hört sie auch heute
noch gern, wenn sie als „Odenkirchener Künstlerin“
bezeichnet wird, war doch das Haus
auf der Stoltenhoffstraße lange Jahre ihr Zuhause. Und
so war ein Besuch des Heimatvereins bei ihr eigentlich überfällig.
Vor 19 Jahren haben sie und ihr Mann das Fachwerk-Anwesen aus
dem Jahre 1735 gekauft und in den heutigen Zustand versetzt.
Den ausgedehnten Skulpturenpark hinter dem Haus haben sie in
mehreren Stufen ausgebaut.
Und so galt
das Interesse der 20 Besucher den dort
ausgestellten, besser: den dort in eine Parklandschaft
integrierten Kunstobjekten. Renate Fellner gab Erläuterungen
zu ihren Skulpturen. Während eines längeren
Entstehungsprozesses wachse eine Vertrautheit mit „ihren
Kindern“, so dass eine Namensvergabe die zwangsläufige
Folge sei.
Zur
Kindergruppe „Ringelrein“ schreiben die Ruhr-Nachrichten
unter der Überschrift „Gegossene Gefühle“ sehr treffend:
„Eine ganz normale Spielplatz-Szene, könnte man glauben.
Doch es ist eine in Bronze gegossene Situation, unveränderlich,
und doch so lebendig. Das ist die spannende Skulpturenwelt von
Renate Fellner. Gefühle faszinieren die Künstlerin: Die
Liebe zwischen Mutter und Kind, Trauer, Ärger, Trotz und
Freude.“
„Bitte
den Kopf einziehen“, ruft sie den Besuchern beim Eintritt in
ihre „Gute Stube“ zu. Die niedrigen Eichenbalken aus dem
18. Jahrhundert verleihen dem Raum ein gemütliches Ambiente.
In ihrer Galerie erläutert sie anschließend den
Entstehungsprozess einer Skulptur: Vom Gipsmodell über das
Wachsausschmelzverfahren bis hin zu den Arbeiten in der Gießerei.
Geschäftsführerin Henny Scholz bedankt sich im Namen des
Heimatvereins für den eindrucksvollen Nachmittag mit einem Präsentpaket. |