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Mit
einem solchen Andrang hatte man nicht gerechnet. Es mussten noch
etliche Stühle zugestellt werden. Rund 190 Besucher konnte der
Heimatverein Odenkirchen in der Burggrafenhalle begrüßen. Henny
Scholz, die Geschäftsführerin des Vereins, tat dies in Versform
auf Plattdeutsch. Sie hieß die zahlreichen Gäste, unter
anderem die stellvertretende Leiterin der Geschäftsstelle
Odenkirchen des Sponsors Stadtsparkasse Mönchengladbach, Kerstin
Fichter, herzlich willkommen.
Johannes
Ohlig hatte auch diesmal wieder ein interessantes Programm
zusammengestellt. Sieben jugendliche - von ihm betreute -
Interpreten trugen Sketche vor. Eingeleitet wurde das Programm von
den Geschwistern Sandig. Mit ihrem Sketch "Mama, Conni es
krank" begeisterten sie das Publikum; ebenso das jugendliche
Trio Kristina Wildner, Katharina Reichard und Pia Ohlms mit dem
Sketch "Mäh ...!"
Zehn
gestandene Autoren brachten in gekonnter Manier ihre neuesten
Werke zu Gehör und erheiterten die Besucher mit ihren Beiträgen,
aber konnten sie auch mit besinnlichen Texten zum Nachdenken
bewegen. In der Reihenfolge des Auftritts waren es: Heinz Eßer,
Margit Gärtner, Dieter Coenen, Kurt Paul Gietzen, Kathi Herbertz,
Reiner Steppges, Horst Coenen (Lieder zur Gitarre), Reimund
Goertz, Rudolf Schreur und Eva Ohlms. Johannes Ohlig, der
zwischendurch auch sein Können als Autor unter Beweis stellte,
hatte in Reimund Goertz wieder einen neuen Mitwirkenden gewonnen.
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Die
Mitwirkenden
Foto: Werner Scholz |
Zum
Schluss überreichte Kerstin Fichter den Interpreten und Autoren
als Dank für ihre Mitwirkung ein Präsent. Der Erlös des
Plattdeutschabends ist wie immer für ein Odenkirchener Altenheim bestimmt,
in diesem Jahr für das ev. Altenheim. Der Betrag wird im Rahmen
der diesjährigen Nikolausfeier überreicht.
Die
Besucher versuchten sich - wie in jedem Jahr - an dem
Plattdeutsch-Quiz des Heimatvereins, das bekannte aber auch
weniger geläufige Begriffe enthielt. Die Preise für die
auszulosenden, richtigen Lösungen, werden wieder vom Sponsor
Stadtsparkasse Mönchengladbach zur Verfügung gestellt. Auflösung
des Quiz und die Namen der Gewinner: siehe unten.
Der
Vorsitzende Rolf Lüpertz dankte abschließend den Aktiven für
ihre Darbietungen und den zahlreichen Besuchern für ihr Kommen.
Studiendirektor
Peter Hörchens vom Gymnasium Odenkirchen lud die Besucher schon
jetzt zum nächsten, dem 30. Plattdeutschabend des Heimatvereins
Odenkirchen im nächsten Jahr ein und zwar ins Gymnasium
Odenkirchen, das dann zeitgleich sein 150. Jubiläum feiert.
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Bericht
der Rheinischen Post vom 15.10.2010
Viel zu lachen beim Plattdeutschabend
in
Odenkirchen
Kaum
ein Stuhl blieb leer in der Burggrafenhalle
beim „Original Okerker
Plattovend“ des Heimatvereins Odenkirchen.
Der stand unter dem
Motto: „Dor letzte Kall is noch
lang net jedonn“ – und es gab viel
zu lachen. Den Auftakt machten sieben
Kinder und Jugendliche, die
mit dem Sketch „Mama, Conni is
krank“ viel Applaus ernteten. Mit dem
Stöckske „Mäh...! hatten auch Kristina
Wildner, Katharina Reichard und
Pia Ohlms die Lacher auf ihrer
Seite. „Ich hoff, dat wirr die noch
lang hant“, verabschiedete sie Moderator
Johannes Ohlig.
Die
Mundart-Autoren hatten sich allerhand
einfallen lassen. Heinz Esser
erzählte Geschichten, in denen er
mit seinen Versicherungen aneinandergeraten
war. Natürlich hatte
er niemals Schuld, auch wenn er
schon mal am Steuer einschlief. Margit
Gärtner sprach unter anderem
von
Pitter, der die Hand verstaucht hatte.
Der Arzt versprach: „In
drei Wochen können Sie wieder Klavier
spielen.“ Darauf meinte Pitter: „Dat
hött ich all immer jeer jekonnt.“ Dieter
Coenen versetzte die Besucher
in die gute alte Zeit. Da kam
ein Kunde in die Werkstatt und fragte
den Lehrling, was der Meister gesagt
habe: Die Antwort: „Ich soll ihn
wecken, wenn Sie kommen.“
Nette
Geschichten von Nies (Agnes) on
Neeres (Werner) hat Kurt Paul Gietzen
immer wieder auf Lager. Mit
der Wallfahrt von „zwölf staatse
Käls no Kevelter (Kevelaer)“ befasste
sich Reiner Steppkes. Kathi Herbertz
erinnerte sich an die Bastelei mit
wilden Kastanien und an ein
Schaukelpferd vom Sperrmüll. „Ich
hann hüüt e paar Liedches do över
die Lüüt“, verkündete Horst Coenen.
Reimund Goertz aus Jüchen schilderte
eine tolle Fliegenjagd. Von
Pitter, „der nie Tiet hott“, erzählte
Rudi Schreurs. Eva
Ohlms hatte e Stöckske vom Lehrer
ihres Vaters parat, der einen Schüler
losschickte, um Briefumschläge und
zehn Berliner zu kaufen. Der
Lehrer war entsetzt, als er das
süße Backwerk sah. Er hatte eigentlich zehn
Zweipfennigmarken erwartet.
MAGDA
KORRES
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