Veranstaltungen

 

29. Original Odenkirchener Plattdeutschabend

am 4. Oktober 2010

unter dem Motto: "D'r lezzde Kall es lang noch net jedonn"

 

 

Mit einem solchen Andrang hatte man nicht gerechnet. Es mussten noch etliche Stühle zugestellt werden. Rund 190 Besucher konnte der

Heimatverein Odenkirchen in der Burggrafenhalle begrüßen. Henny Scholz, die Geschäftsführerin des Vereins, tat dies in Versform auf  Plattdeutsch. Sie hieß die zahlreichen Gäste, unter anderem die stellvertretende Leiterin der Geschäftsstelle Odenkirchen des Sponsors Stadtsparkasse Mönchengladbach, Kerstin Fichter, herzlich willkommen.

 

Johannes Ohlig hatte auch diesmal wieder ein interessantes Programm zusammengestellt. Sieben jugendliche - von ihm betreute - Interpreten trugen Sketche vor. Eingeleitet wurde das Programm von den Geschwistern Sandig. Mit ihrem Sketch "Mama, Conni es krank" begeisterten sie das Publikum; ebenso das jugendliche Trio Kristina Wildner, Katharina Reichard und Pia Ohlms mit dem Sketch "Mäh ...!"

 

Zehn gestandene Autoren brachten in gekonnter Manier ihre neuesten Werke zu Gehör und erheiterten die Besucher mit ihren Beiträgen, aber konnten sie auch mit besinnlichen Texten zum Nachdenken bewegen. In der Reihenfolge des Auftritts waren es: Heinz Eßer, Margit Gärtner, Dieter Coenen, Kurt Paul Gietzen, Kathi Herbertz, Reiner Steppges, Horst Coenen (Lieder zur Gitarre), Reimund Goertz, Rudolf Schreur und Eva Ohlms. Johannes Ohlig, der zwischendurch auch sein Können als Autor unter Beweis stellte, hatte in Reimund Goertz wieder einen neuen Mitwirkenden gewonnen. 

 

Die Mitwirkenden

    Foto: Werner Scholz

Zum Schluss überreichte Kerstin Fichter den Interpreten und Autoren als Dank für ihre Mitwirkung ein Präsent. Der Erlös des Plattdeutschabends ist wie immer für ein Odenkirchener Altenheim bestimmt, in diesem Jahr für das ev. Altenheim. Der Betrag wird im Rahmen der diesjährigen Nikolausfeier überreicht.

 

Die Besucher versuchten sich - wie in jedem Jahr - an dem Plattdeutsch-Quiz des Heimatvereins, das bekannte aber auch weniger geläufige Begriffe enthielt. Die Preise für die auszulosenden, richtigen Lösungen, werden wieder vom Sponsor Stadtsparkasse Mönchengladbach zur Verfügung gestellt. Auflösung des Quiz und die Namen der Gewinner: siehe unten.

 

Der Vorsitzende Rolf Lüpertz dankte abschließend den Aktiven für ihre Darbietungen und den zahlreichen Besuchern für ihr Kommen.

 

Studiendirektor Peter Hörchens vom Gymnasium Odenkirchen lud die Besucher schon jetzt zum nächsten, dem 30. Plattdeutschabend des Heimatvereins Odenkirchen im nächsten Jahr ein und zwar ins Gymnasium Odenkirchen, das dann zeitgleich sein 150. Jubiläum feiert.

 

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Bericht der Rheinischen Post vom 15.10.2010

Viel zu lachen beim Plattdeutschabend in Odenkirchen

Kaum ein Stuhl blieb leer in der Burggrafenhalle beim „Original Okerker Plattovend“ des Heimatvereins Odenkirchen. Der stand unter dem Motto: „Dor letzte Kall is noch lang net jedonn“ – und es gab viel zu lachen. Den Auftakt machten sieben Kinder und Jugendliche, die mit dem Sketch „Mama, Conni is krank“ viel Applaus ernteten. Mit dem Stöckske „Mäh...! hatten auch Kristina Wildner, Katharina Reichard und Pia Ohlms die Lacher auf ihrer Seite. „Ich hoff, dat wirr die noch lang hant“, verabschiedete sie Moderator Johannes Ohlig. 

 

Die Mundart-Autoren hatten sich allerhand einfallen lassen. Heinz Esser erzählte Geschichten, in denen er mit seinen Versicherungen aneinandergeraten war. Natürlich hatte er niemals Schuld, auch wenn er schon mal am Steuer einschlief. Margit Gärtner sprach unter anderem

von Pitter, der die Hand verstaucht hatte. Der Arzt versprach: „In drei Wochen können Sie wieder Klavier spielen.“ Darauf meinte Pitter: „Dat hött ich all immer jeer jekonnt.“ Dieter Coenen versetzte die Besucher in die gute alte Zeit. Da kam ein Kunde in die Werkstatt und fragte den Lehrling, was der Meister gesagt habe: Die Antwort: „Ich soll ihn wecken, wenn Sie kommen.“ 

 

Nette Geschichten von Nies (Agnes) on Neeres (Werner) hat Kurt Paul Gietzen immer wieder auf Lager. Mit der Wallfahrt von „zwölf staatse Käls no Kevelter (Kevelaer)“ befasste sich Reiner Steppkes. Kathi Herbertz erinnerte sich an die Bastelei mit wilden Kastanien und an ein Schaukelpferd vom Sperrmüll. „Ich hann hüüt e paar Liedches do över die Lüüt“, verkündete Horst Coenen. Reimund Goertz aus Jüchen schilderte eine tolle Fliegenjagd. Von Pitter, „der nie Tiet hott“, erzählte Rudi Schreurs. Eva Ohlms hatte e Stöckske vom Lehrer ihres Vaters parat, der einen Schüler losschickte, um Briefumschläge und zehn Berliner zu kaufen. Der Lehrer war entsetzt, als er das süße Backwerk sah. Er hatte eigentlich zehn Zweipfennigmarken erwartet.

MAGDA KORRES

 

 

Die jugendlichen Interpreten

 

Geschwister Sandig

v.l.: Kristina Wildner, Pia Ohlms,        

Katharina Reichard

Die Jugendlichen bei der Verabschiedung durch Johannes Ohlig (r.)

 

Vorstand und Organisation

 

GF Henny Scholz Johannes Ohlig Vors. Rolf Lüpertz Peter Hörchens

Die Autoren

Heinz Eßer Margit Gärtner Dieter Coenen Kurt Paul Gietzen
Kathi Herbertz Reiner Steppges Horst Coenen Reimund Goertz
Rudolf Schreur Eva Ohlms

Fotos:  Heinz Eßer

Plattdeutsch-Quiz 

         Auflösung 

.

Gewinner

Nr. plattdeutsch hochdeutsch

 

Einen herzlichen Glückwunsch   den Gewinnern. 

Sie erhielten ein praktisches Werbepräsent der Stadtsparkasse.

 

Frau Ursula Simberger

Sport- bzw. Reisetasche

 

Herr Toni Brenner

multifunktionales Taschenmesser

 

Herr Werner Dornscheidt

eleganten Parker-Kugelschreiber

 

1

en Schall Riegel

2

ene Schrom Strich

3

en Siip Regenschauer

4

bee Ti-e bei Zeiten

5

ene Klötsch Dummkopf

6

en Fump Mundharmonika

7

plore beeilen

8

schnööve naschen

9

zumpe weinen - knatschen

10

te laat zu spät

 

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