Jetzt Mitglied im Heimatverein Odenkirchen werden
Geschichte  >  Eine alte Geschichte

"Eine alte Geschichte"

Eine Reihe in 12 Bildern über das alte Odenkirchen
Das Panorama im alten Odenkirchen wurde bestimmt durch die Niers und den Wasserreichtum der Weiher.

Wo heute Marktplatz und Postamt liegen, breitete sich eine große Wasserfläche aus.

Hermannstraße (Hoemenstraße) / Ecke Burgstraße
Die letzen großen Überschwemmungen waren in den Jahren 1947 und 1963 und verursachten bedeutende Schäden. Erst der Ausbau des Rückhaltebeckens im Wetscheweller Bruch und die Regulierung der Niers bannten die Gefahren.

Badhotelweiher
Brandkatastrophen und Kriegseinwirkung im Laufe der Zeiten setzten der Burg zu. Ein Fliegerangriff im zweiten Weltkrieg vernichtete die letzten Gebäude; nur der Torbogen konnte gerettet werden

Odenkirchen 1916
Viele Wassermühlen säumten einst den Lauf der Niers, allein sechs auf Odenkirchener Gebiet: Güdderather Mühle, Burgmühle, Pixmühle, Beller Mühle Steinsmühle, und die Eickesmühle.

Burgmühle
Wer heute die verkehrsreiche Kölner Straße passiert, wird sich kaum vorstellen können, daß hier noch vor nicht ganz hundert Jahren ein schmaler Hohlweg mit Fachwerkbauten zu beiden Seiten zur Sasserather Höhe führte.
Auf dem Laurentiusplatz stand eine Wasserpumpe.

Blick in die Freiheitsstraße (heute Burgfreiheit)
Als markantes Zeichen im Stadtbild und Mittelpunkt des Gemeindelebens erweisen sich die Kirchen.
Die schlichte, aber formschöne Kirche ist ein Barockbau, erbaut in den Jahren 1755 bis 1757.

Evangelische Kirche vor 1943
Badhotelweiher
Noch zu Beginn unseres Jahrhunderts bot ein Stück dieses Weihers die Möglichkeit zum Schwimmen und Kahnfahren, an seinem Ufer lag ein Hotel, daher der Name Badhotelweiher.

   
Badhotelweiher
Mitten im Ort, rechter Hand der Niers steht der alte Burgturm von 1734, Rest einer ehemals trutzigen Burganlage. Die Herren dieser Burg wurden als Grafen von Odenkirchen bereits im Jahre 1106 urkundlich erwähnt. (Bei der früheren Datierung 1028 handelt es sich um eine Fälschung.) Wie die Burg aussah, zeigt das Abbild eines Wandteppichs, der sich im Schloß des Fürsten von Merode bei Brüssel befindet. Deren Vorfahren waren in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts Besitzer der Burg und Herrschaft Odenkirchen.

Burg Odenkirchen vor 1701
Als Lehen der Kurfürsten zu Köln hielten Burggrafen und Burgherren die gesamte Gerichtsbarkeit in Händen.
Zur Ausübung der Rechtsprechung ernannten Sie Vögte und Schöffen. Selbst Todesurteile wurden gesprochen und vollzogen.
Der Galgenberg zwischen Giesenkirchen und Kamphausener Höhe erinnert noch heute an die außerhalb des Ortes gelegene grausige Stätte. Das Schöffensiegel bekräftigte das Urteil.

Sie sind dahin; nur der Chronist und alte Abbildungen halten sie in Erinnerung. Sichtbar als Ruine noch die Güdderather Mühle! Wird Odenkirchen hier ein Zeugnis seiner Geschichte erhalten können?

Beller Mühle
Die Straßen der Stadt Odenkirchen boten ein malerisches Bild.
Die Mühlenstraße (zur Burgmühle) verbreiterte sich zum Platz, der an Markttagen genutzt wurde. Die Freiheitsstraße (Burgfreiheit) führt am Rathaus vorbei.
Vor dem Rathaus befand sich der kleine Bismarkplatz (Wingertsplatz) mit einem Kriegerdenkmal.

Freiheitsstraße / Ecke Schulstraße (heute: Burgfreiheit / Ecke Pastorsgasse)
Eine tausendjährige katholische Kirche, altersschwach und den Bedürfnissen der größeren Gemeinde nicht mehr gewachsen, musste 1894 der heutigen Laurentiuskirche weichen.
In ihrer Nähe steht eine Linde. Mehr als 500 Jahre ist sie alt, doch hoffen die Konservatoren, ihr unter Naturschutz gestelltes Leben noch lange erhalten zu können.

Katholische Kirche vor 1894